Race Driver: GRID
Race Driver: GRID - Screenshot
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Race Driver: GRID versucht den Kampf Arcade gegen Simulation zu entschärfen, indem es in beiden Kategorien aktiv ist. In unserem Test der Version für die Xbox 360 versuchen wir zu entscheiden, ob der Spagat gelungen ist.

Aller Anfang ist schwer

Das Spiel beginnt mit einer Garage, in der lediglich ein maroder Ford Mustang steht. Um ein eigenes Rennteam aufzubauen, fährt man deshalb zunächst solange, bis man 40.000 Euro verdienen konnte. Dazu muss man auch für fremde Teams fahren. Das spült Geld in die eigenen Kassen, ist jedoch nicht gut für den Ruf. Dieser wird in Punkten ausgedrückt und sorgt für Rennlizenzen. Mit dem Erwerb einer Lizenz kann man bei immer höher dotierten Rennen antreten.


Es gibt drei „Räume“, in denen gefahren wird: Europa, Japan und die USA. In jedem finden „typische“ Rennen statt. In Amerika lässt man PS-Karossen gegeneinander antreten, währen in Japan mit einheimischen Rennwagen vor allem gedriftet wird.

Teamaufbau

Sind die 40.000 Euro erwirtschaftet, wird der Ford Mustang hergerichtet, sodass die Abhängigkeit zu anderen Teams auf eine Option zusammenschrumpft.

Es finden sich erste Sponsoren, die sich für das neue Team interessieren. Dabei handelt es sich um echte Marken wie z. B. eBay. Sponsoren-Verträge sehen beispielsweise eine Extra-Prämie für ein Rennergebnis unter den ersten Drei vor.

Während des Rennens erfahren wir über den Boxenfunk wie es um den Wagen bestellt ist oder wie weit man noch nach vorn fahren muss, um dem von den Sponsoren gesteckten Ziel zu entsprechen.

Im Verlauf kommt unsere Managerin auf die Idee, einen Teamkollegen anzuheuern. Allerdings kümmern wir uns selbst um die Auswahl. Dieser hat eigene Stärken und Schwächen und stellt Anforderungen. Er möchte beispielsweise einen Anteil an den Sponsoreneinnahmen. Ansonsten fährt er mit dem gleichen Auto.

Schrittweiser Fortschritt

Race Driver: GRID ist aufgeteilt in Saisons. Diese dauert genau vier Renn-Events. Ein Event wiederum dauert, abhängig von der Ranghöhe, zwischen zwei und fünf Rennen. Der Rennmodus bleibt während der ganzen Veranstaltung derselbe.

Die Krönung jeder Saison sind die 24 Stunden von Le Mans. Das Rennen wird verkürzt gefahren, es dauert zirka 12 Minuten. Dennoch stellt dies eine Belastung für den Spieler dar. Die Saisons wirken im Vergleich zu Le Mans recht kurz.

Man könnte das 24-Stunden-Rennen überspringen. Doch es winkt mit Abstand die höchste Geldprämie. Zudem kann man als Team teilnehmen und den meisten Prestigegewinn erzielen.

Rennmodi

Die Rennmodi in Race Driver: GRID sind abwechslungsreich. Die Spannweite reicht von Tourenwagen, über Drift-Events, zu Stockcarrennen und hört bei Formel-3-Rennen noch immer nicht auf.

Um einen neuen Rennmodus im eigenen Team zu fahren, benötigt man jedoch ein geeignetes Auto. Das kann man sich vom Preisgeld kaufen. Es ist möglich, für weniger Geld ein gebrauchtes Fahrzeug zu kaufen, bei eBay Motors. Dort gekaufte Rennautos sind aber kaum günstiger als ein Neuwagen oder haben schon einige Karambolagen hinter sich. Wer ein Fahrzeug nicht mehr benötigt, kann es ebenfalls bei eBay Motors verkaufen.

Brechstange hilft nicht

Das Fahren mit der buchstäblichen Brechstange hilft bei GRID nicht weiter. Die Autos besitzen ein sehr umfassendes Schadensmodell, das sich auf so gut wie alle Parameter des Wagens auswirkt, wie Lenkverhalten, Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit usw.

An dieser Stelle wird eine weitere Möglichkeit der Spielgestaltung interessant: der Schwierigkeitsgrad. Je nach Einstellung stehen dem Spieler bestimmte Fahrhilfen zur Verfügung, beispielsweise Lenk- oder Bremshilfe. Das Talent der KI-Fahrer wird in höheren Schwierigkeitsgraden immer besser.

Im so genannten Profimodus sind alle Fahrhilfen deaktiviert und die Kameraeinstellung ist fest im Cockpit positioniert.

Der Spieler kann von einer Rückblende Gebrauch machen, wenn ein Manöver nicht wie geplant verläuft, oder das Auto nach einem Unfall einem Totalschaden gleichkommt. Abhängig vom Schwierigkeitsgrad stehen unterschiedlich viele Rückblenden zur Verfügung. Im Anfängermodus sind es fünf, im Profimodus gar keiner.

Grafik top

Das Äußere in Race Driver: GRID gibt kaum Grund zur Kritik. Die Spielgrafik wird von derselben Engine generiert wie Colin McRae: Dirt. Diese zaubert einige der derzeit schönsten Rennspielbilder auf den Bildschirm.

Die Vertonung ist ebenfalls gelungen. Der Motorensound wirkt realistisch und variiert in seinem Klang. Er ist ans Schadensmodell gekoppelt. Außerdem gibt es Zuschauer als Staffage am Straßenrand, die den Autos zujubeln oder bei einem Unfall in Deckung gehen.

Fazit

Race Driver: GRID ist ein Rennspiel für alle: Simulationsfreunde werden genauso Spaß haben wie Gelegenheitsspieler. Dies ist, was Race Driver: GRID verspricht, und über weite Strecken hält. Nur die 24-Stunden-Rennen nach jeder viel zu kurzen Saison haben manchmal einen faden Beigeschmack. Dennoch glänzt das Spiel durch seine Vielfalt und sollte daher von keinem Rennsportfreund unbeachtet bleiben.

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Wertung: 7.5
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