Autor:  04.02.2016, letztes Update: 04.02.2016

Tapwave Zodiac


Kritiker prognostizierten schon zum Marktstart, dass der Zodiac der Firma Tapwave kein großer Erfolg werden würde. Trotz ausgereifter Technik konnte der Zodiac nicht überzeugen und sorgte für verhältnismäßig schlechte Umsatzzahlen.

Beim Tapwave Zodiac handelt es sich um eine Kombination aus Video- und MP3-Player, Organizer und mobiler Spielekonsole. Erhältlich war das Gerät seit 2003 in Amerika und es trug den Codenamen „Helix“. Ab 2004 war der Zodiac in weiten Teilen Englands zu erhalten und Ende 2005 sollte er in Deutschland angeboten werden. Doch im Juli 2005 gab die Geschäftsleitung überraschenderweise bekannt, dass Tapwave vor der Konkurrenz kapitulieren würde. Kurze Zeit später wurden sämtliche Rechte an Motorola abgegeben.

Seit der Bekanntgabe Tapwaves im Juli 2005 wurde die gesamte Zodiac-Reihe eingestellt und Tapwave bot keinen Support mehr an.

Palm-Vergangenheit

Tapwave wurde 2001 von Peng Lim und Byron Connel gegründet, zwei ehemaligen Palm-Managern. Es verwundert demnach nicht, dass auf dem Handheld als Betriebssystem ein modifiziertes PalmOS 5.2T lief.

Der Zodiac wog etwa 170 Gramm und maß 143 mm Breite, 79 mm Höhe und 14 mm Tiefe. Er passte demnach gut und gerne in viele Jacken- oder Hosentaschen.

Technik

Selbst die beeindruckenden Leistungsdaten des Zodiac – eine ATI Imageon kam als GPU zum Einsatz und ein i.MX1 ARM9 Prozessor mit 200 MHz trieb das Gerät an – konnten die Mehrheit der Verbraucher nicht überzeugen.

Es gab zudem zwei SD-Card-Steckplätze, wovon einer SDIO-fähig war. Den Sound lieferte ein Chip von Yamaha und die Kommunikation bzw. der Datenaustausch wurden mithilfe von USB 2.0, sowie Bluetooth 1.1 ermöglicht.

Display

Das Display vom Zodiac maß 3,8 Zoll und zeigte 65.536 Farben an bei einer Auflösung von 480 x 320 Pixel. Der Spieler konnte selbst entscheiden, ob das Gerät die Games horizontal oder vertikal anzeigen sollte.

Außerdem verfügte der Tapwave Zodiac über einen zusätzlichen Vibrationsmotor, der bei Spielen jeder Art zum Einsatz kam. Neben den vier Aktionstasten waren zwei Schultertasten, vier Systemtasten sowie ein Analog-Stick zur Steuerung der Spiele vorhanden. Das eher geringe Angebot an neuen Spielen ließ die Plattform für Gamer aber zusehend unattraktiv erscheinen. PalmOS war bis dahin nicht der Liebling der Spiele-Entwickler gewesen und Sonys PSP und vor allem Nintendos DS boten ein deutlich umfangreicheres Sortiment an Games.

Darüber hinaus war das Gerät im Gegensatz zu vergleichbaren Spiele-Handhelds recht teuer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Aktuelle Nachrichten

Werbung